Michberts Homepage


  Die Kneifer sind ein Kabarett. Also Theater mit voll ablästern. Richtig mächtig cool.

Bei den Kneifer machen mit:

Angelika Krusch (141 cm, Schauspielerin) * Uwe Ehrlich (Bart-ab-Träger, Texter + Schauspieler) Reinhard Marheinecke (163 Kilo, Texter + Schauspieler) Andreas Willscher (Bubu, Musiker), Axel Riemann (Basslastig, Musiker), Martin Tillenberg (2.21 m, Texter und Techniker), David Marheinecke (Söhnlein brilliant, Techniker) und natürlich Michbert (Dicklich, Schauspieler + Texter)

 

Die Kneifer gibts schon seit 1975 und manche sagen sagar, die sind schon fast bekannt! In Ganz Deutschland (und  sogar in der Schweiz und Dänemark) waren sie auf Tour. Mit fast 100 Auftritten im Jahr (fast immer ausverkauft!) Und das als Hobby!!!

Von Links nach rechts: Michbert, Angelika, Bubu, Uwe, Tilly, Reinhard
Das is ne KABARETT TRUPPE!

Michbert macht da seit 1980 mit. Erst als Graphiker, dann als Komiker und zum Schluss sogar als Texter. In ganz Deutschland waren die unterwegs, aber seit 1999 machen die nicht mehr soviel, weil, das kostet soviel Zeit und inzwischen haben sie fast alle eine Familie und n schweisstreibenden Beruf.

Aber n büschn machen die noch, so aus Bock.

 

Reinhard von den Kneifern schreibt zu dem Auftritt der Kneifer in Berlin 2003:

Ein Koffer voll Berlin

Mit gespannter Erwartung fuhren wir nach Berlin? Was würde uns erwarten? Würden die Auftritte so wie früher sein? Der Auftakt jedenfalls war phantastisch. Der Abend der Begegnung fand bei tollstem Sommerwetter im Herzen der City statt. Friedlich schoben sich die Menschenmassen in Richtung Brandenburger Tor. Überall gab es Bühnen und vor allem Buden zu bewundern. Erfreulich, dass kaum "professionelle" Würstchen- und Getränkewagen, sondern Gemeindestände das Geschehen dominierten. Den Donnerstag vormittag nutzten wir, selbst ein paar Eindrücke zu erheischen, dann ging es schon zum Gierkeplatz. Um "High noon" saßen schon einige vor dem Eingang des Hauses. Tatsächlich, sie warteten schon auf uns, obwohl wir doch erst um 16 Uhr auftreten sollten. Der Gemeindesaal lag leider tatsächlich im 4. Stock (oh Elend, was für ein Geschleppe!) und war bedauerlicherweise nicht zu verdunkeln " that´s life! Es gab auch nur 290 Stühle, also mussten die typischen Kirchentags-Papphocker heran geschleppt werden. Zu Anfang war die Hallenleitung noch übervorsichtig, sodass nur 500 Zuschauer in den Saal hineingelassen wurden. Gleich im Anschluss an die erste Aufführung spielten wir um 21 Uhr nochmals, dort ließ man schon 600 Leute hinein (doch auch das sollte noch ausgebaut werden). Da der Saal im letzten Drittel eine Saalerweiterung besaß, blieb uns nichts anderes übrig, als mit Headsets zu spielen, da man uns hinten im Saal sonst nicht mehr verstanden hätte. Reinhards Headset gab nach 10 Minuten den Geist auf. Sein Schweiß hatte den Kopfhörer im wahrsten Sinne des Wortes "ertränkt". Rasch gab es Ersatz, wobei es schon irritierend für einen Akteur ist, wenn einem während des Sketches jemand permanent hinten an der Hose herum grabbelt. Die Hallenleitung war von Anfang an pfiffig. Gleich zur ersten Aufführung wurde eine Außenübertragung installiert, sodass die vielen, die nicht hineingekommen waren, unserem 18. Programm wenigstens als Hörspiel folgen konnten. Uwe spielte den Pfarrer so überzeugend, dass in der Pause mehrfach die Behauptung aufgestellt wurde, dass Uwe doch ein "echter" Pastor sein müsste. Am Freitag ging es dann nach Potsdam-Babelsberg. Der Bethlehem-Saal dort ist gleichzeitig Gemeindesaal als auch Kirche. Die Pastorin wartete bereits seit 9 Uhr morgens auf unser Erscheinen, weil ihr irgendjemand am Telefon erzählt hatte, wir würden gleich morgens zum Proben erscheinen. Was für eine Vorstellung, wo wir erst um 1.45 Uhr nach der Spätvorstellung und Abbau in unserem Quartier im Brandenburg Park anlangten! Die Organisation lief ziemlich schief, denn außer einer Helferin aus der Gemeinde gab es dort keinen Ordnungsdienst, keinen Sanitäter, keine Verpflegungsmöglichkeit für die Besucher... Improvisation und gutes Zureden ist dann alles. Kannen- und Krügeweise wurde zumindest Leitungswasser ausgeschenkt. R�hrend wie man sich allerdings mit den begrenzten Mitteln, die zur Verfügung standen, um uns kümmerte. Beide Vorstellungen waren bis auf den letzten Platz gefüllt, aber es musste keiner unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen. Das ist der Vorteil, wenn eine Spielstätte so weit draußen liegt, dass die Besucher mindestens eine Dreiviertelstunde mit der Bahn anfahren müssen. Da kommen wirklich nur "Hardcore-Fans". Auch dieser Gemeindesaal war nicht verdunkelbar, diesmal brannte die Sonne aber so erbarmungslos auf die Zuschauer, die zuvor schon über 3 Stunden in praller Sonne auf dem Bürgersteig gewartet hatten, dass einige umkippten. Wie gut, dass es einen kleinen Hintergarten gab, wo auf dem Rasen dann einige Wolldecken ausgelegt wurden, damit die Hitzegeplagten sich wieder erholen konnten. Den Samstag war dann in Charlottenburg alles zu spät. 700 Leute pferchten die Ordner in den Saal, dann ging aber auch wirklich nichts mehr. Mit Absperrband hatten die Ordner auf der Straße einen Pfad bereitet  zu der der Sonne abgewandten Seite - sodass sie jederzeit sahen, wie der Stand der Dinge war.  Da schon 1 Stunde vor Beginn der Aufführung ein Ordner mit "Saal überflüllt" Schild am Ende der Warteschlange stand, ist leider nicht mehr zu rekonstruieren, wie viele Besucher unsere Nachmittagsaufführung wirklich besuchen wollten. Von den 500, die keinen Einlass fanden und immer noch auf der Straße ausharrten, verblieb aber ein Teil zu einem erneuten Hörspiel durch Aussenbeschallung. Diesmal hatten es die "Hörer" aber besser, denn ein Wiederholungstäter vom Donnerstag konnte all die Dinge und Lacher erklären, die nur durch das "Bild" ihre Deutung finden konnten. Und die Aufführung? Zur Überraschung, vor allem Michberts, kam bei "Free me Jesus" nicht Reinhard, sondern sein Sohn David, der ansonsten die Technik und Beleuchtung managte, als falscher Heiliger auf die Bühne. Die Rolle erfüllte er mit Bravour.  Michberts Gag verpuffte so aber total, der anstatt einer Handvoll Geldscheine ein Bündel von mehreren Hundert 1001 Euroscheinen dem Prediger entgegen warf. Seine Idee, die Hochzeitsszene mit "Jerry Lewis-Gebiss" zu spielen, brachte den Saal zum überkochen. Axel Riemann am Klavier lief zur Höchstform auf. Man merkt doch, was es ausmacht, wenn man in 3 Tagen 6 mal spielt. Das Zusammenspiel der Kabarettisten wurde immer besser.  Ein Höhepunkt war sicherlich der Sketch, der alle Geschehnisse um den Irak-Krieg aufrollte, in dem Angelika (was für eine schrill-blöde Klatschtante), Uwe, Michbert und Reinhard zu brillieren wussten.  Davids Sprung aus dem Stand zum Schlussapplaus auf die irrsinnig hohe Bühne ließ vor allem die jungen Mädchen aufkreischen. Doch das Wichtigste: Wir hoffen, dass wir mit unseren Sketchen ein paar Denkanstöße geben konnten und neben dem Lachen auch zum Nachdenken angeregt haben, denn dann ist unser Ziel erreicht!

Großer Abschluss des KT war dann für die Kabarettisten und Gruppen, die das "Zweibühnenzentrum"3 Tage bespielt hatten, am Abend im Theater Charlotte gleich um die Ecke eine gemeinsame Session. In dem Theater finden nur 300 Zuschauer Platz, sodass es nicht verwunderlich war, dass der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Diszipliniert hielt sich jede Gruppe an die Vorgabe, nur 10 Minuten am Stück zu spielen, allerdings kam so gut wie jede Gruppe zwei mal an die Reihe, sodass es eine schmissige, kurzweilige Kabarett-Session wurde. Reiner Rautenberg, (Schwester & Bruder GmbH), der die Gesamtleitung übernommen hatte, rief alle noch einmal zu einem Gesangsfinale auf der Bühne zusammen. Toll das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, toll das Wetter, toll die Stimmung, toll das Publikum  Berlin 2003 wird uns in guter Erinnerung bleiben.

 

  So, das war jetz aber genug Text! 

 

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